Überrendite
Ist die Differenz zwischen der Fondsrendite und dem risikofreien Zins, d.h. die Rendite über dem risikofreien Index.
Umbrella-Fonds
Umbrella-Fonds (Ursprungsland Großbritannien) stellen ein übergeordnetes Fondskonzept dar, unter dessen Dach sich mehrere Subfonds (Unterfonds) befinden. Alle Fonds werden unter der Regie einer Investmentgesellschaft verwaltet, weisen aber unterschiedliche Anlageschwerpunkte auf. Ein Umbrella-Fonds ist jedoch kein Dachfonds, der das Anlagekapital in anderen Fonds investiert, sondern der Anleger kann unter dem Mantel des Umbrella mehrere Subfonds erwerben.
Umlaufrendite
Durchschnittliche Rendite aller im Umlauf befindlichen festverzinslichen Wertpapiere, die regelmäßig von der Bundesbank errechnet wird.
Umschichtungen
Bezieht sich auf den vollständigen oder teilweisen Verkauf eines Investments bzw. die Verlagerung dieser Gelder von einem Fonds in einen anderen. Bei einer Umschichtung (beziehungsweise einem „Switch”) wird zum Rücknahmepreis verkauft und im neuen Fonds werden Anteile zum Ausgabepreis gekauft.
Umschichtungsgebühr
Gebühr, die bei der Umschichtung bestehender Anlagen von einem Fonds in einen anderen Fonds anfällt.
Underperformer
Auch: Market Underperformer, Verkaufen, Sell
Einschätzung der Aktienexperten bezüglich des zu erwartenden Kursverlaufes einer Aktie. Wenn eine Aktie mit Underperformer bewertet ist, bedeutet dies, dass die Kursentwicklung dieser Aktie schlechter sein wird als die Entwicklung des Branchenindex.
Variabel verzinsliche Anleihen – Floating Rate Note
Auch: Floater, variable verzinsliche Anleihe
Anleihe mit variablem Zinssatz, der in der Regel alle drei oder sechs Monate auf der Basis der kurzfristigen Euro-Marktzinsen (EURIBOR oder FIBOR) neu festgesetzt wird.
Veräußerungsgewinne
Bei Rückgabe von Anteilscheinen aus dem Betriebsvermögen ist die Differenz zwischen Anschaffungspreis/Buchwert und Veräußerungserlös steuerpflichtiges Einkommen.
Verfügbarkeit
Verpflichtung der Kapitalanlagegesellschaft, die Anteile des Kunden jederzeit zurückzunehmen und den Rücknahmepreis auszuzahlen.
Vergleichsindex
Der Vergleichsindex stellt einen Referenzindex für eine bestimmte Branche dar und wird allgemein auch als Benchmark bezeichnet. Die Performance eines Fonds sollte immer im Vergleich zu einer solchen Benchmark betrachtet werden. Die derzeit bekanntesten Branchenindizes werden von Merill Lynch unter dem Label MSCI definiert.
Verkaufsprospekt
Das InvG schreibt zwingend vor, dass dem Käufer von Investmentanteilen ein Verkaufsprospekt mit den Vertragsbedingungen des Investmentfonds zu übergeben ist. Er enthält alle Angaben, die für die Beurteilung einer Anlage in Investmentfonds von wesentlicher Bedeutung sind. Hierzu gehören Angaben über Firma, Rechtsform, Sitz und Eigenkapital der Investmentgesellschaft und der Depotbank sowie die gesetzlich geforderten Angaben der Vertragsbedingungen. Der Verkaufsprospekt muss von der BaFin genehmigt werden.
Verkehrswert
Der Wert jeder Fondsimmobilie wird regelmäßig, mindestens einmal jährlich, von einem unabhängigen Sachverständigengremium ermittelt und bildet die Grundlage für die Ermittlung des Fondsvermögens. Der Verkehrswert basiert auf dem nachhaltig erzielbaren Mietertrag, der mit einem Faktor multipliziert wird, der Lage, Ausstattung, Alter und Zustand der Immobilie berücksichtigt.
Vermögensaufstellung
Liste der Wertpapiere und sonstiger Gegenstände des Fondsvermögens an einem bestimmten Stichtag. Eine solche Vermögensaufstellung enthält der Rechenschaftsbericht einer Investmentgesellschaft.
Vermögenswirksame Leistungen
Staatlich gefördertes Programm zur Vermögensbildung. Der Arbeitgeber überweist im Auftrag des Arbeitnehmers die vermögenswirksamen Leistungen (VL), die bis zu einem Höchstbetrag von 870,00 Euro gefördert werden. In verschiedenen Tarifverträgen ist festgelegt, dass der Arbeitgeber zusätzlich zum Gehalt vermögenswirksame Leistungen zahlt. Der Arbeitnehmer hat die Möglichkeit 400,00 Euro zulagenbegünstigt im Unternehmen des Arbeitgebers (betriebliche Beteiligung), in Fremdunternehmen (außerbetriebliche Beteiligung), in deutschen oder ausländischen Wertpapier-Sondervermögen, Dachfonds oder gemischten Wertpapier- und Grundstücks-Investmentfonds zu investieren (mit der Voraussetzung, dass der Aktienanteil jeweils mindestens 60 % beträgt). Ebenfalls möglich ist die Anlage in allen anderen Formen von Investmentfonds, Ratensparverträgen oder in einer Kapital-Lebensversicherung, wobei hier allerdings keine Arbeitnehmer-Sparzulage gezahlt wird. Voraussetzung für eine staatliche Förderung ist eine 6- bzw. 7-jährige Anlagedauer, je nach Anlageform. Die staatliche Förderung erfolgt durch die Arbeitnehmer-Sparzulage. Sie beträgt für Beteiligungen im Produktivvermögen (insbesondere also Aktienfonds) 18 % (72,00 Euro jährlich). Die staatliche Förderung ist vom zu versteuernden Einkommen des Arbeitnehmers abhängig. Die Grenze liegt bei 17.900,00 Euro für Alleinstehende und 35.800,00 Euro für gemeinsam Veranlagte, also Verheiratete.
Zum 1. April 2009 wurde die Arbeitnehmer-Sparzulage für Aktienfonds von 18 auf 20 Prozent auf den Sparbetrag von maximal 400 Euro pro Jahr angehoben. Gleichzeitig wurden die Einkommensgrenzen, bis zu denen die Arbeitnehmer-Sparzulage gezahlt wird, für Ledige von 17.900 auf 20.000 Euro und für Verheiratete von 35.800 auf 40.000 Euro angehoben.
Eine Liste der geförderten Aktienfonds finden Sie unter Privatkunden > VL-Fonds.
Vertrieb
Die Fonds der SEB Asset Management erhalten Sie bei der SEB AG und vielen Banken und Sparkassen. Ebenso werden die Fonds auch von unabhängigen Vertriebsorganisationen angeboten.
Verwaltungsgebühr/-vergütung
Die Kapitalanlagegesellschaft erhält für ihre Portfoliomanagement- und Verwaltungsleistung einen festgelegten Prozentsatz des Fondsvermögens als Verwaltungsgebühr.
Volatilität
Die Volatilität ist ein Maß für den Schwankungsbereich von Wertpapierkursen, Preisen oder Zinssätzen und damit für das Risiko von Kapitalanlagen. Bewegt sich der Kurs eines Fonds unter großen Schwankungen auf und ab, spricht man von einer hohen Volatilität. Für den Anleger resultiert daraus die Chance auf schnelle und hohe Kursgewinne – aber auch die Gefahr von raschen und spürbaren Verlusten.
Volle Einpreisung
Marktteilnehmer erwarten ein bestimmtes Ereignis und verhalten sich so, als hätte das Ereignis schon stattgefunden. Beispiel: Die schwache Konjunkturlage und niedrige Inflationszahlen lassen vermuten, dass die Europäische Zentralbank bald die Zinsen senkt. Entsprechend steigen Rentenpapiere im Kurs, der Markt preist eine Zinssenkung ein, obwohl sie noch gar nicht stattgefunden hat.
Volumen
Das Volumen gibt die Anzahl der gehandelten Aktien bzw. Fonds, Optionsscheine oder anderer Wertpapiere des laufenden Börsentages an. Ein Geschäft beinhaltet einen Kauf und Verkauf zusammen.








