S-Dax
Der S-DAX repräsentiert 100 Unternehmen des im Frühjahr 1999 eingeführten Marktsegments SMAX.
Sachverständige
Unabhängige, vereidigte Sachverständige bewerten jede Immobilie des Fondsvermögens mindestens einmal jährlich, außerdem bei Kauf oder Verkauf und bei Fertigstellung. Das Ergebnis dieser Bewertung entspricht dem Wert, zu dem die Immobilie aktuell verkauft werden könnte (Verkehrswert). Der jeweils aktuelle Verkehrswert fließt in die Berechnung des Fondsvermögens ein.
Schwellenländer
Länder, die durch ihre wirtschaftlichen Erfolge an der Schwelle zu den Industriestaaten stehen.
Seitwärtstrend
Auch: Seitwärtsbewegung
Bewegen sich die Wertpapierkurse auf etwa einem Niveau, ohne größere Schwankungen, so bezeichnet man dies als Seitwärtstrend.
Sharpe Ratio
Die Sharpe Ratio stellt ein Maß für die relative Attraktivität einer Kapitalanlage dar. Hierzu wird die Überschussrendite, d.h. der gegenüber einer völlig sicheren Anlage am Geldmarkt erzielte zusätzliche Ertrag, zum eingegangenen Risiko ins Verhältnis gesetzt. Damit können Fonds, die in unterschiedliche Anlageklassen wie Aktien und festverzinsliche Wertpapiere investieren, auf ihre Attraktivität hin verglichen werden. Je höher die Sharpe Ratio ausfällt, desto besser ist die Wertentwicklung im Verhältnis zum eingegangenen Risiko. Eine negative Sharpe Ratio bedeutet, dass die Geldmarktverzinsung unterschritten wurde.
SICAV
Die SICAV ist eine besonders in Frankreich und in Luxemburg gebräuchliche Aktiengesellschaft, die über Gesellschaftsorgane sowie über ein Mindestkapital verfügt. Das Kapital der Gesellschaft variiert jedoch. Es entspricht jederzeit dem Wert des Nettovermögens aller Teilfonds der Gesellschaft und wird durch Anteile ohne Angabe eines Nominalwertes dargestellt. Im Unterschied zu einer Aktiengesellschaft im klassischen Sinn ist der Zweck der SICAV auf die Anlage des Gesellschaftskapitals in Wertpapieren nach dem Grundsatz der Risikostreuung – ähnlich wie es das InvG für deutsche Investmentgesellschaften vorschreibt – beschränkt.
Small Caps
Small Caps sind Aktien mit geringer Marktkapitalisierung (Small Capitalisation). Sie weisen aufgrund ihrer Besonderheiten (Marktenge, oftmals stärker auf Marktnischen spezialisiert, wenig Nachfrage durch ausländische Aktienkäufer) im Normalfall größere Schwankungen bei den langfristigen Anlageergebnissen auf, als sie für Blue Chips beobachtet werden können. Der Index für Small Caps ist der SMAX an der Deutschen Wertpapierbörse. Mit diesem Marktsegement soll die Bekanntheit dieser Werte erhöht werden.
SMAX
Im Frühjahr 1999 von der Deutschen Börse AG eingeführtes neues Marktsegment für kleinere Unternehmen („Small Caps”). Die Aufnahmekriterien sind ähnlich, aber – entsprechend dem niedrigen Risiko-Rendite-Profil der Investoren-Zielgruppe – etwas weniger streng als die des Neuen Marktes. Der SMAX soll ein Gütesiegel sein, das denjenigen Unternehmen verliehen wird, die sich am Kapitalmarkt durch besonders hohe Standards an Publizität und Professionalität auszeichnen. Börsengesetzlich gesehen ist der SMAX kein eigenes Marktsegment, sondern die Unternehmen müssen entweder für den Geregelten Markt oder den Amtlichen Handel an der Frankfurter Wertpapierbörse zugelassen sein.
Solidaritätszuschlag
Seit dem 1. Januar 1998 wird auf Einkünfte ein zusätzlicher Solidaritätszuschlag von 5,5% der entsprechenden Steuer erhoben. Bei Investmentfonds sind davon die zinsabschlagsteuerpflichtigen Anteile der Ausschüttung/Thesaurierung betroffen. Die Zinsabschlagsteuer erhöht sich entsprechend von 30% auf 31,65% bzw. bei Tafelgeschäften von 35% auf 36,925%.
Sondervermögen
Bezeichnung für das von einer Investmentgesellschaft verwaltete Vermögen eines bestimmten Fonds. Dieses Sondervermögen wird von den Vermögenswerten der Fondsgesellschaft getrennt gehalten.
Sortino Ratio
Bezeichnet die Überrendite (nach Gebühren) geteilt durch die Semi-Standardabweichung.
Sparer-Pauschbetrag
Siehe Sparerfreibetrag.
Sparerfreibetrag
Seit dem 1. Januar 2009 gilt die Abgeltungsteuer.
Der Sparerfreibetrag bleibt grundsätzlich bestehen, heißt jedoch in Zukunft "Sparer-Pauschbetrag". Für die neuen Kapitalerträge wird ein einheitlicher Sparer-Pauschbetrag von 801,00 Euro (1.602,00 Euro bei Ehepartnern) eingeführt.
Tatsächlich angefallene Werbungskosten (wie Depotgebühren, Vermögensverwaltungsgebühren oder Schuldzinsen) können künftig nicht mehr abgezogen werden.
Regelung bis zum 31.12.08 und letztmalig für die Steuererklärung für den Veranlagungszeitraum 2008, die in 2009 erstellt wird, gelten folgende Regeln:
Jedem Anleger steht ein Sparer-Freibetrag von 750,00 Euro sowie ein Werbungskostenpauschbetrag von 51,00 Euro zu. Bei Zusammenveranlagten verdoppeln sich diese Beträge. Bis zu der jeweiligen Höchstgrenze von 801,00/1.602,00 Euro kann ein Freistellungsauftrag erteilt werden.
Durch Vorlage einer Freistellungsbescheinigung beim depotführenden Institut kann der Einbehalt von Kapitalertragsteuern und Zinsabschlagsteuern vermieden werden. Der Freistellungsbetrag gilt bis zur Höhe des Sparer-Freibetrags.
Sparplan
Regelmäßige Einzahlung eines bestimmten Betrags in einen Fonds. Vorteile: Cost-Average-Effekt; Entscheidung über das richtige Timing entfällt.
Spekulationsfrist
Seit dem 1. Januar 2009 gilt die Abgeltungsteuer.
Regelung bis zum 31.12.08 und letztmalig für die Steuererklärung für den Veranlagungszeitraum 2008, die in 2009 erstellt wird, gelten folgende Regeln:
Werden Gewinne aus Wertpapiergeschäften in Deutschland vor Ablauf von zwölf Monaten realisiert (Kauf und Verkauf der Investmentanteile innerhalb dieses Zeitraumes), unterliegen diese Erträge der Einkommensteuer unter Berücksichtigung einer Freigrenze von 512,00 Euro pro Kalenderjahr. Der Gesetzgeber geht davon aus, dass solche Wertpapiergeschäfte als Spekulationsgeschäfte getätigt werden und einkommensteuerpflichtig sind. Veräußerungsgewinne (Kursgewinne), die nach Ablauf dieser Spekulationsfrist erzielt werden, sind dagegen steuerfrei.
Spekulationssteuer
Seit dem 1. Januar 2009 gilt die Abgeltungsteuer.
Regelung bis zum 31.12.08 und letztmalig für die Steuererklärung für den Veranlagungszeitraum 2008, die in 2009 erstellt wird, gelten folgende Regeln:
Beträgt der Zeitraum zwischen Erwerb und Verkauf von Investmentanteilscheinen zwölf Monate oder weniger, ist ein Gewinn aus dem Verkauf als Spekulationsgeschäft steuerpflichtig, falls die gesamten Spekulationsgewinne eines Anlegers im Kalenderjahr 512,00 Euro überschreiten.
Spezialfonds
Investmentfonds, deren Anteile nicht von „natürlichen Personen”, also einzelnen Menschen, erworben werden dürfen. Diese Fonds sind institutionellen Anlegern wie Versicherungsunternehmen, Pensionskassen, Banken, Unternehmen oder Stiftungen vorbehalten.
Spezialfonds müssen wie andere Investmentfonds auch nach den Regeln des Investmentgesetzes verwaltet werden. Allerdings können die Anleger mit der Kapitalanlagegesellschaft vereinbaren, dass bestimmte Regelungen keine Anwendung finden. Diese Möglichkeit wurde eingeführt, weil institutionelle Anleger in finanziellen Dingen meist erfahrener sind als Einzelpersonen und deshalb keines so starken Schutzes durch das Gesetz bedürfen.
Spezialitätenfonds
Investmentfonds, die in Wertpapiere bestimmter Branchen oder Wirtschaftssektoren, Länder, Regionen oder auch in besonders dynamisch geprägte Wertpapiere investieren (auch: spezielle Fonds). Mit der gezielten Ausrichtung auf Spezialwerte wurden die Voraussetzungen geschaffen, höhere Kursgewinne bei erhöhtem Risiko zu erzielen, wenngleich auch diese Fonds nach dem Prinzip der Risikominimierung durch Streuung aufgebaut sind und gemanagt werden. Sie erfordern generell ein gewisses Anlage-Know-how und sind für kurzfristigere Fondsengagements nutzbar.
Spezialwerte
Aktien von zumeist kleinen oder mittleren Unternehmen, die sich auf ein Geschäftsfeld spezialisiert haben und gegebenenfalls nur regionale Bedeutung haben.
Spread
Bei einem Spread werden zum selben Zeitpunkt Optionen gleichen Typs oder gleicher Klasse ge- und verkauft, wobei sich die Optionen im Basispreis und/oder in der Laufzeit unterscheiden.
Starke Verwerfungen
Eine meist negative Entwicklung von bedeutendem Ausmaß, die auch Außenstehende betrifft. Beispiel: Die starken Verwerfungen durch die Worldcom-Pleite brachten auch die Aktien der europäischen Telekomwerte unter Druck.
Steuerbescheinigung
Seit dem 1. Januar 2009 gilt die Abgeltungsteuer.
Regelung bis zum 31.12.08 und letztmalig für die Steuererklärung für den Veranlagungszeitraum 2008, die in 2009 erstellt wird, gelten folgende Regeln:
Anleger in deutschen Investmentfonds erhalten von ihrer depotführenden Stelle in der Regel einmal jährlich eine Steuerbescheinigung, aus welcher der zinsabschlagsteuerpflichtige Anteil der Erträge, der inländische Dividendenanteil sowie gegebenenfalls einbehaltene Zinsabschlagsteuern, Solidaritätszuschläge, Körperschaftsteuerguthaben und ausländische Quellensteuern hervorgehen.
Steuerkurs
Der Steuerkurs eines Investmentzertifikates war nur für Anteilscheininhaber, die zur Vermögensteuer veranlagt wurden, relevant. Die Anteile wurden mit dem Steuerkurs (= Rücknahmepreis) am Ende des dem Veranlagungsstichtag vorausgegangenen Kalenderjahres angesetzt. Zurzeit wird die Vermögensteuer nicht erhoben. Derzeit ist der Steuerkurs nur für Anleger wichtig, die ihre Anteile in Betriebsvermögen halten.
Steueroptimierte Fonds
Prinzip der steueroptimierten Fonds ist es, die zu versteuernden Erträge (Zinsen und Dividenden) möglichst gering zu halten und die steuerfreien Gewinne (Kursgewinne) möglichst hoch ausfallen zu lassen.
Fonds, deren Anlagepolitik besonders auf die Nachsteuerrendite ausgelegt ist.
Steuerpflichtige Bruttoerträge
Seit dem 1. Januar 2009 gilt die Abgeltungsteuer.
Regelung bis zum 31.12.08 und letztmalig für die Steuererklärung für den Veranlagungszeitraum 2008, die in 2009 erstellt wird, gelten folgende Regeln:
Bei der Steuerpflicht von Erträgen aus Investmentanteilen ist zu unterscheiden, ob die Anteile im Privat- oder Betriebsvermögen gehalten werden. Im Privatvermögen setzen sich die zu versteuernden Erträge zusammen aus den ordentlichen Erträgen wie Zinsen, Dividenden und/oder Mieterträgen, bei Anteilscheinen im Betriebsvermögen kommen noch Bezugsrechtserlöse sowie ausgeschüttete Veräußerungsgewinne hinzu.
Steuerprogression
oeberproportionale Steigerung des persönlichen Steuersatzes gemäß der Erhöhung des Einkommens.
Stillhalter
Auch: Optionsverkäufer. Stillhalter ist die Bezeichnung für den Verkäufer einer Option. Diese Position wird zumeist von Banken oder Wertpapierhäusern eingenommen. Der Verkäufer der Option muss sich der Entscheidung des Käufers fügen und dementsprechend „stillhalten”.
Der Stillhalter einer Option kann einen unbegrenzten Verlust durch die Ausübung der Option erleiden. Gleichzeitig sind seine Gewinnmöglichkeiten auf die Optionsprämie beschränkt.
Stock-Picking
Bezeichnet die gezielte Auswahl einzelner Wertpapiere.
Stückzins-Topf
Seit dem 1. Januar 2009 gilt die Abgeltungsteuer.
Regelung bis zum 31.12.08 und letztmalig für die Steuererklärung für den Veranlagungszeitraum 2008, die in 2009 erstellt wird, gelten folgende Regeln:
Ein Stückzins-Topf wird für jeden Anleger von seiner deutschen Depotstelle geführt. Darin wird ein Stückzinsguthaben verbucht, wenn beim Kauf der Fondsanteile Stückzinsen mitgezahlt wurden. Beim Verkauf bzw. bei Ausschüttung wird dieses Guthaben auf die zu zahlende Zinsabschlagsteuer angerechnet.
Stückzinsen
Seit dem 1. Januar 2009 gilt die Abgeltungsteuer.
Regelung bis zum 31.12.08 und letztmalig für die Steuererklärung für den Veranlagungszeitraum 2008, die in 2009 erstellt wird, gelten folgende Regeln:
Dies sind die Zinsen eines Gläubigerpapiers, die zwischen den Zinsterminen auflaufen und bei der Veräußerung des Gläubigerpapiers Käufer und Verkäufer laufzeitgerecht zugeordnet werden.
Swaps
Als Alternativen zu direkten Finanzierungen (Anleihe, Festsatzkredit) an den internationalen Finanzierungsmärkten haben sich Zins- und Währungsswaps als Quelle für kostengünstiges festverzinsliches Fremdkapital erwiesen. Bei dem reinen Zinsswap geht es um den Austausch von Zinszahlungsverpflichtungen in einer Währung für eine bestimmte Laufzeit. Wesentlich ist, dass die auf den gleichen Ausgangsbetrag zu leistenden Zinsen unterschiedlichen Zinsberechnungen unterliegen und durch den Swap keine gegenseitigen Kapitalforderungen entstehen. Sinn eines solchen Tausches ist es, den relativen Vorteil, den jeweils eine Partei gegenüber der anderen aufgrund ihrer Stellung an einem bestimmten Finanzmarkt hat, mit der anderen Partei zu tauschen. Das gleiche gilt auch sinngemäß für Währungsswaps. Hauptmerkmal eines Währungsswaps ist, dass die zu tauschenden Verbindlichkeiten in verschiedenen Währungen begründet sind.
Switch-Gebühren
Dies sind jene Gebühren, die bei der Umschichtung von einem Fonds in einen anderen Fonds entstehen.
Tafelgeschäfte
Das Tafelgeschäft „am Bankschalter”, bei dem Effekten, Devisen, Edelmetalle und dergleichen gegen Barzahlung „über den Tisch” gehen. Es gibt kein Depot und kein Konto wird berührt; daher schwer nachvollziehbar.
Thesaurierende Fonds
Investmentfonds, die ihre Erträge nicht an die Anleger ausschütten, sondern diese wieder neu investieren.
Thesaurierung
Bei thesaurierenden Fonds verbleiben die im Geschäftsjahr erwirtschafteten Erträge dauerhaft im Fondsvermögen und erhöhen so permanent den Anteilwert. Eine Ausschüttung an den Anleger findet nicht statt. Das Gegenteil dazu sind ausschüttende Fonds, die in der Regel einmal jährlich die aufgelaufenen Erträge an die Anleger auszahlen.
Top-Down-Ansatz
„Top down” bezeichnet beim Investment die Analyse „von oben nach unten”: Dabei werden zunächst das makroökonomische und das Branchenumfeld betrachtet, bevor einzelne Unternehmen analysiert werden.
Total Expense Ratio (TER)
Gesamtkostenverhältnis p. a. des abgelaufenen Fondsgeschäftsjahres.
Total Return
Siehe Anlagerendite
Tracking Error
Der Tracking Error ist ein Maß für den Zusammenhang der Wertentwicklung eines Investmentfonds mit seinem Vergleichsindex. Er ist definiert als die Volatilität der Zusatzrendite, die ein Fonds gegenüber seiner Benchmark erzielt. Ein hoher Tracking Error steht somit für eine stark schwankende Zusatzrendite. Der Tracking Error ist in der Regel umso größer, je aktiver ein Fonds gemanagt wird, während er bei benchmarknahe investierenden Fonds vergleichsweise gering ausfällt.
Tradingfonds
Fonds ohne Ausgabeaufschlag.
Transaktionskosten
Gebühren, die der Anleger bei Kauf und Verkauf von Fondsanteilen an die depotführende Bank abführt. Daneben zahlen Anleger – allerdings unsichtbar – die Transaktionskosten, die der Fondsmanager bei Kauf oder Verkauf von Wertpapieren verursacht.
Treasury Bond
Langfristige amerikanische Schatzobligation mit einer Laufzeit von mindestens zehn Jahren, die als Namens- oder Inhaberpapier ausgestattet ist.
Trend
Ein Trend ist die aus der Vergangenheit und Gegenwart abzuleitende zukünftige Kursentwicklung eines Wertpapiers in eine bestimmte Richtung (auch anhand von grafischen Darstellungen oder Charts).
Es wird zwischen Aufwärts-, Abwärts- und Seitwärtstrends unterschieden.








