Fonds-ABC

Fonds-ABC

Quartil

Durch die Aufteilung der Performance-Rangliste eines Sektors entstehende Einteilungsklasse. Alle Fonds eines bestimmten Sektors können dadurch in vier Quartile (Viertel) aufgeteilt werden (nach Einteilungsschema von Standard & Poor's Fund Services). Beispiel: Ein Fonds, der mit seiner Performance der letzten zwölf Monate im 1. Quartil rangiert, zählt zu den 25 % besten Fonds in der Vergleichsgruppe über diesen Betrachtungszeitraum. Umgekehrt zählt ein Fonds, der im 4. Quartil rangiert, zu den 25 % schwächsten Fonds im jeweiligen Sektor über diesen Betrachtungszeitraum.


Quartilsplatzierung

Zugehörigkeit eines Fonds zu einem bestimmten Performance-Quartil (von 1 bis 4), basierend auf dem absoluten Rang des Fonds im jeweiligen Sektor (nach Einteilungsschema von Standard & Poor´s Fund Services). Die Sektoren bestehen aus Fonds mit gleichem Anlageschwerpunkt.


Quellenabzugsverfahren

Steuererhebungsform, bei der der Steuerabzug direkt an der Quelle erfolgt. Im Wertpapierbereich von großer Bedeutung, da viele Erträge aus Gewinnanteilen (Dividenden), z. B. die fällige Kapitalertragsteuer, so erhoben werden. Der an der Quelle einbehaltene Betrag muss vom Kreditinstitut direkt an das Finanzamt abgeführt werden.


Quellensteuer

Seit dem 1. Januar 2009 gilt die Abgeltungsteuer.

Regelung bis zum 31.12.08 und letztmalig für die Steuererklärung für den Veranlagungszeitraum 2008, die in 2009 erstellt wird, gelten folgende Regeln:

In Deutschland gilt seit 1. Januar 1993 eine Zinsabschlagsteuer (ZaSt bzw. „Quellensteuer”) von 30 %, wobei durch Freistellungsaufträge jährlich 801,00 Euro für Alleinstehende und 1.602,00 Euro für Verheiratete steuerfrei bleiben.


Rankings

Dies sind Fonds-Hitlisten, die mehrere Investmentfonds entsprechend ihrer historischen Performance in eine Rangfolge bringen.


Rating

Beurteilung der Bonität, das heißt der Zahlungsfähigkeit und -willigkeit eines Schuldners (Emittenten). Unabhängige Agenturen bedienen sich bei dieser Klassifizierung bestimmter Kennziffern, sog. Rating-Skalen (z.B. von AAA für die beste Bonität bis D für mangelnde Zahlungsfähigkeit).


Realzins

Zinssatz, der sich durch Abzug der Inflationsrate vom Nominalzins ergibt. Beträgt z. B. der (nominale) Zinssatz eines festverzinslichen Wertpapiers 7 % und die Inflationsrate 3 %, dann beträgt der Realzins 4 %.


Rechenschaftsbericht

Siehe Jahres- und Halbjahresbericht.


Referenzindex

Ein Barometer (üblicherweise ein Aktienmarktindex) im Verhältnis zu dem die Wertentwicklung eines Portfolios eingeschätzt wird. Üblicherweise genutzt, um die Wertentwicklung eines Fonds oder Portfolios zu beurteilen.


Rendite

Unter der Rendite einer Kapitalanlage versteht man das Verhältnis des jährlichen Ertrags, bezogen auf den Kapitaleinsatz, also die Verzinsung des eingesetzten Kapitals, zuzüglich der Kursgewinne. Die Rendite einer Investmentanlage beruht auf den Ertragseinnahmen des Fonds (z. B. Zinsen, Dividenden, realisierte Kursgewinne) und den Kursveränderungen der im Fonds befindlichen Werte.


Rentenfonds

Investmentfonds, der ausschließlich oder überwiegend festverzinsliche Wertpapiere, wie z. B. Pfandbriefe, Kommunalobligationen, Anleihen, Euro-Anleihen und Fremdwährungsanleihen, enthält. Sein Anlegerkreis sind Sparer mit dem Anlageziel stetiger, möglichst hoher Erträge. Rentenfonds weisen im Vergleich zur Direktanlage ein deutlich eingeschränktes Kursrisiko auf. Der Anlageerfolg eines Rentenfonds wird begünstigt durch den ständigen festen Ertrag der in Rentenfonds enthaltenen Papiere, durch die „richtige” Laufzeitgestaltung und dadurch, dass der Fonds die nur Großanlegern gewährten Bonifikationen (verringerte Kauf-/Verkaufsspesen) bei Neuemissionen nutzen kann. Das Fondsmanagement entlastet den Anleger bei der Beschäftigung mit vielen Rententiteln, Rentenmärkten, Kapitalmarktrenditen, Nominalzinsen, Laufzeiten, Kündigungsterminen und Auslosungen.


Reposatz

Der Zinssatz, den Kreditinstitute für Kredite der Europäischen Zentralbank (EZB) zu zahlen haben, die ihnen im Rahmen der zweiwöchigen Hauptrefinanzierungsgeschäfte der EZB zugeteilt wurden.
Der Reposatz ist das wichtigste Instrument der EZB zur Steuerung der Geldmarktzinsen


Repricing

Bei Optionplans werden im Nachhinein die Ausübungskurse (Strike) angepasst.


Research

Research ist der englische Begriff für Finanzanalyse. Diese Analyse untersucht Kapitalanlagen auf mögliche Vor- und Nachteile hin und bildet somit eine der Grundlagen für eine Investitionsentscheidung. Für die Analyse werden z. B. Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung herangezogen.


Restrukturierung

Mit Restrukturierung werden die Maßnahmen oder Prozesse bezeichnet, die dazu dienen, um einem Unternehmen wieder eine gesunde Struktur zu verpassen. In der Regel fallen unter diese Maßnahmen die Steigerungen der Produktivität, das Abstoßen von unrentablen Geschäftsfeldern oder Produkten sowie die Umorganisation in Fertigung und Verwaltung.


Risikofreier Index

Ist ein Index der aus den täglichen 1 Monats-Interbankzinsen gebildet wird (pro Anteilsklasse, pro Währung).


Risikoklasse

Die Risikoklasse ist eine Orientierungsgröße für die persönliche Risikobereitschaft des Anlegers und für die mit einer einzelnen Vermögensanlage verbundenen Risiken.


Risikostreuung/-minderung

Investmentgesellschaften sind zum einen geseztlich zur Risikominderung / Anlagestreuung (§§ 60 ff. InvG) verpflichtet. Zum anderen stehen weitere Instrumente zur Risikobegrenzung zur Verfügung: Absicherung der Anteile des Wertpapiervermögens mittels Devisentermingeschäften, die Währungsrisiken unterliegen:
Ein internationaler Rentenfonds, der in Euro gehandelt wird, kann festverzinsliche Wertpapiere in mehreren Fremdwährungen beinhalten. Um die Währung für den Zeitpunkt der Fälligkeit der Papiere abzusichern, werden Devisengeschäfte mit Termin der Endfälligkeit abgeschlossen.
Einsetzen von derivativen Anlageinstrumenten (Optionen): Durch den Erwerb von Kaufoptionen kann beispielsweise der Aufbau eines Wertpapierbestandes zu bestimmten Tageskursen (=Basispreis) abgesichert werden, wenn mit entsprechenden Einzahlungen zukünftiger Anleger vor Ablauf der Optionsfrist gerechnet werden kann. Umgekehrt kann durch den Erwerb einer Verkaufsoption der Kurs bestehender Wertpapieranlagen gesichert und dadurch die Auflösung größerer Aktienpakete ohne Kursverluste ermöglicht werden.


Rücknahmegebühr

Manche Fonds beinhalten eine Rücknahmegebühr, die beim Rückkauf von Fondsanteilen als Gebühr in Form eines prozentualen Anteils des aktuellen Fondsanteilswertes zu zahlen ist. Teilweise ist die Rücknahmegebühr gestaffelt, sodass ein Anleger um so weniger zahlen muss, je länger er die Fondsanteile hält.


Rücknahmepreis

Der Rücknahmepreis oder Rückkaufswert entspricht dem Anteilwert. Diesen erhält der Anleger bei der Rückgabe seiner Fondsanteile. Er wird täglich von der Fondsgesellschaft errechnet. Dabei werden die zu Börsenkursen bewerteten Vermögensgegenstände des Fonds minus der Verbindlichkeiten durch die Anzahl der umlaufenden Fondsanteile dividiert. Sofern erhoben, wird noch die Rücknahmegebühr abgezogen.


Rücknahmeverpflichtung

Deutsche Investmentfonds sind gesetzlich verpflichtet, die Anteile grundsätzlich jederzeit zu Lasten des Fondsvermögens zurückzunehmen. Der Anteilwert ändert sich durch Rücknahme von Investmentanteilen nicht.


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