Fonds-ABC

Fonds-ABC

Garantiefonds

Dieses Fondsmodell soll Anlegern entgegenkommen, denen Sicherheit besonders wichtig ist. Es wird vereinbart, dass am Ende der festgesetzten Fondslaufzeit entweder das eingesetzte Kapital zurückgezahlt wird oder ein bestimmter Prozentsatz davon. Diese Garantie gilt nur für den Endzeitpunkt. Die Garantie wird erfüllt, indem das Kursrisiko auf Aktienmärkten vom Fondsmanagement durch entsprechende Absicherungsstrategien begrenzt wird. Zudem wird der Anleger bis zur Endfälligkeit mit einer bestimmten Partizipationsrate am Kursanstieg des jeweiligen Marktes beteiligt. Alternativ kann der Gewinn auf einen bestimmten Prozentsatz des Indexanstiegs beschränkt werden.


Gebäudeabschreibung

Nach steuergesetzlichen Vorschriften können für Immobilien Abschreibungen getätigt werden. Der zu versteuernde Anteil der Ausschüttung eines Offenen Immobilienfonds wird durch Abschreibungen gesenkt.


Geldmarktfonds

Diese investieren zu 100 % in reinen Geldmarktinstrumenten (z. B. Festgelder, kurzlaufende festverzinsliche Wertpapiere). Geldmarktfonds eignen sich zur kurzfristigen Anlage und unterliegen kaum Kursschwankungen.


Geldmarktnahe Fonds

Geldmarktnahe Fonds dürfen maximal 49 % ihres Vermögens am Geldmarkt anlegen. Der restliche Anteil wird in kursstabilen Wertpapieren mit kurzer Restlaufzeit (siehe Laufzeit) investiert. Die Duration – also die durchschnittliche Restlaufzeit – ist hier etwas länger als bei Geldmarktfonds.


Geldmarktpapiere

Dies sind fest- oder variabel verzinsliche Papiere mit einer Laufzeit oder Restlaufzeit von bis zu zwölf Monaten.


Gemischte Fonds

Siehe Mischfonds.


Geopolitik

Wissenschaft von der Einwirkung geographischer Faktoren auf politische Vorgänge und Kräfte.


Gesamtkapitalrendite

Gesamkapitalrendite (Return on Investment) – Kennzahl der Unternehmenskapitalrentabilität.

Die Gesamtkapitalrendite errechnet sich aus dem Jahresüberschuss zuzüglich der als Aufwand gebuchten Zinsen für das Fremdkapital, dividiert durch das gesamte von der Unternehmung eingesetzte Kapital.

Die Gesamtkapitalrentabilität ist ein Maß dafür, wie effizient das Unternehmen mit den ihm insgesamt zur Verfügung stehenden Mitteln gearbeitet hat. Während das Jahresergebnis dem Eigenkapital zugute kommt, dienen die Fremdkapitalzinsen der Bezahlung der Fremdkapitalnutzung. Daher werden die Fremdkapitalzinsen dem Jahresergebnis wieder hinzugerechnet, sodass eine dem Gesamtkapital inhaltlich entsprechende Ergebnisgröße entsteht. Die Gesamtkapitalrentabilität soll so die Verzinsung des Gesamtkapitals angeben.


Geschäftsjahr

Beginn und Ende des Geschäftsjahres eines jeden Fonds werden bei der Auflegung festgelegt.


Geschlossene Immobilienfonds

Eine begrenzte Gemeinschaft von Kapitalanlegern beteiligt sich in der Regel direkt über die Rechtsform einer Kommanditgesellschaft (KG) an einer oder mehreren Immobilien. Sobald der gesetzte Betrag zur Finanzierung der Immobilie aufgebracht ist, wird der Fonds geschlossen. Gegensatz: Offene Immobilienfonds.


Geschlossener Fonds

Bezeichnet einen Investmentfonds, der nur eine bestimmte, festgelegte Anzahl von Anteilen ausgegeben hat, die öffentlich gehandelt werden. Der Preis eines Anteils an einem geschlossenen Investmentfonds hängt nicht vom geltenden Nettoinventarwert für das Fondsportfolio ab, sondern von Angebot und Nachfrage für Fondsanteile.


Gesetz über Kapitalanlagegesellschaften (KAGG)

Bis zum 31.12.2003 gesetzliche Grundlage für deutsche Investmentfonds. Das Gesetz über Kapitalanlagegesellschaften, kurz KAGG, wurde am 01.01.2004 durch das Investmentgesetz (InvG) ersetzt.

Das KAGG dient primär dem Anlegerschutz. Es regelt u. a.:

a) die Rechtsform der Investmentgesellschaften als Kreditinstitute, die damit der BaFin unterliegen, sowie die Rechtsverhältnisse zwischen Investmentgesellschaft, Anlegern und Investmentfonds

b) die Einschaltung einer Depotbank, den Mindestinhalt der Vertragsbedingungen, die Bildung eines Aufsichtsrates, die Prüfungs- und Veröffentlichungsvorschriften und die steuerlichen Fragen.


Gewinn je Aktie

Der Gewinn je Aktie ist eine für die Beurteilung der Ertragskraft einer Unternehmung wichtige Kennzahl, die angibt, welcher Teil des gesamten Unternehmensgewinns auf eine Aktie entfällt.


Halbjahresbericht

Der Halbjahresbericht enthält die Vermögensaufstellung und die Gewinn- und Verlustrechnung des Fonds zum Ende des Halbjahres. Er steht zwei Monate nach dem Ende des Fonds-Geschäftshalbjahres zur Verfügung.


Hausse

Als Hausse bezeichnet man über längere Zeit anhaltende Kurssteigerungen an der Börse.


Hedge-Fonds

Der Fonds versucht, mit geliehenem Geld die Performance aus der Anlagetätigkeit zu verbessern und das Portfolio durch Aufnahme von kurzfristigen spekulativen Positionen und Leerverkäufen gegen eine Baisse abzusichern. In Ländern mit strengen Gesetzgebungen sind Hedge-Fonds nicht erlaubt. Sie werden deshalb meist Offshore aufgelegt.


Hedging

Unter Hedging versteht man die Absicherung von Vermögenspositionen gegen Kursrisiken. Grundgedanke dieses Absicherungsgeschäftes ist die Erzielung einer kompensatorischen Wirkung durch die Einnahme einer entgegengesetzten Position an den Terminmärkten, d. h. es wird beispielsweise versucht, die Wertminderung einer Kassa-Position durch den entsprechenden Wertzuwachs einer Terminposition auszugleichen.


High Water Mark

Hierunter versteht man den höchsten Fondspreis seit Auflage (pro Anteilsklasse).


High-Yield-Fonds

Anlagefonds, der in risikoreichen, hochrentierenden Obligationen investiert.


Hochzinsanleihen

Anleihen minderer Qualität, die von den Rating-Agenturen als „spekulativ” eingestuft werden und daher einen deutlich höheren Zinskupon als Staatsanleihen aufweisen (engl.: high yield bonds).


Shadow