Offene Immobilienfonds

Offene Immobilienfonds

Immobilienmärkte im Überblick

Aufschwung gerät ins Stocken

Nach einem robusten Start verlor das Wachstum der Weltwirtschaft im weiteren Verlauf des Jahres 2011 spürbar an Schwung. Die Konjunktur wird gegenwärtig von der Schulden und Bankenkrise und den jüngsten Verwerfungen an den Finanz- und Devisenmärkten gebremst. In den USA und Europa wird eine Rezession befürchtet. Der Politik sollte es jedoch gelingen, eine stärkere Abschwächung der Konjunktur zu verhindern. Dennoch wird das Wachstum der Weltwirtschaft 2012 eher bei 3,5 bis 4,0 % als bei den bisher erwarteten 4,5 % liegen.

Kapitalmarktumfeld – Licht und Schatten

An den Kapitalmärkten in Europa bleibt die Lage durchwachsen. Erhöhte Risikoaversion führte seit Jahresmitte zu einem Kurseinbruch sowohl an den allgemeinen Aktienmärkten als auch bei Immobilienaktien. Dagegen verbilligten sich an den Kreditmärkten die Finanzierungssätze nochmals erheblich und erreichten zum Teil neue historische Tiefststände. Der Zugang zu Krediten über den Kapitalmarkt und den Bankensektor für Immobilieninvestoren hatte sich seit Jahresfrist verbessert. Aktuell strahlen staatliche Insolvenzrisiken jedoch auf den Bankensektor aus und die erneute Vertrauenskrise am Interbankenmarkt bremst die Bereitschaft zur Kreditvergabe.

Beruhigung an den Investmentmärkten

Obwohl sich die Investmentaktivitäten an den Immobilienmärkten im Berichtszeitraum weltweit in allen Regionen beruhigten, lagen sie weiterhin über dem Vorjahresniveau. Zugleich verlor der Rückgang der Ankaufsrenditen an Tempo. Die Investoren stellten bei ihren Anlageentscheidungen unverändert den Aspekt der Sicherheit in den Vordergrund. Sie konzentrierten sich stark auf erstklassige Objekte in den Kernmärkten. Ein Mangel an derartigen Produkten übte in diesen Marktsegmenten zusätzlichen Druck auf die Renditen aus. Wegen der Marktturbulenzen und der Eintrübung der Konjunkturperspektiven dürften die Aktivitäten an den Transaktionsmärkten zunächst gebremst werden. Stützend sollten jedoch die absolute, aber auch relative Attraktivität der Immobilie im Vergleich zu volatileren Assetklassen sowie das günstige Zinsniveau wirken.

Vermietungsmärkte im Überblick

Auch die Vermietungsaktivitäten in Europa flachten im Laufe des Jahres ab, übertrafen aber nach wie vor die Ergebnisse von 2010. Hierzu hat u. a. beigetragen, dass einige Unternehmen in 2011/12 auslaufende Mietverträge bereits im letzten Jahr verlängert haben oder sich angesichts unsicherer Wirtschaftsperspektiven mit Flächendispositionen zurückhalten. An den mittel- und nordeuropäischen Märkten blieben die Vermietungsumsätze angesichts des positiven Konjunkturumfeldes ungebrochen hoch. Gefragt bleiben vor allem moderne Flächen, sodass weiterhin eine Segmentierung des Marktes zwischen Prime- und Sekundärlagen zu beobachten ist. Angesichts der regeren Vermietungsnachfrage haben sich die Spitzenmieten mit Ausnahme der südeuropäischen Märkte stabilisiert oder sind gestiegen. Die Durchschnittsmieten folgen dem Zyklus bisher nur verzögert. Das Ausmaß der Zugeständnisse bei Mieten und/oder Incentives hat sukzessive abgenommen. Die Abwärtsrevidierung der Konjunkturaussichten wird auch die Erwartungen an das Mietwachstum dämpfen.

Stand: 30. September 2011

Shadow

 

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