- SEB Asset Management

Offene Immobilienfonds: Wege aus der Krise

Interview mit Barbara Knoflach

Offene Immobilienfonds stehen in der Diskussion. Jahrzehntelang galten sie als solide und erwirtschafteten Jahresrenditen von vier bis fünf Prozent. Jetzt will der Gesetzgeber die Branche härter regulieren. So droht beispielsweise eine Wertberichtigung von 10 Prozent. Das geht zu weit, sind sich Verbraucherschützer und der Branchenverband BVI einig. "Es ist selbstverständlich, dass man den Anlegern nicht einfach so 10 Prozent ihres Vermögens wegnimmt. Man sollte sie nicht dafür bestrafen, dass wir eine Finanzmarktkrise haben", betont Barbara Knoflach, BVI-Vorstandsmitglied und CEO von SEB Asset Management. Zumal der Kleinanleger für die Geldklemme gar nicht verantwortlich ist. In der Regel führten spekulative Verkäufe von Großanlegern zu den Engpässen der Fonds. Vor diesem Hintergrund plant der Gesetzgeber eine Mindesthaltedauer, die das kurzfristige Geldparken in Offenen Immobilienfonds erschweren würde. "Wir brauchen Schutz vor Kurzfristparkern in unseren Produkten, denn ein Immobilienfonds ist nun mal kein Geldmarktfonds", bestätigt BVI-Vorstand Knoflach.  

Beitrag bei n-tv im Format "Ratgeber Fonds & Zertifikate" vom 19. Mai 2010 

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